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Verschiedenes  

   
Gäste aus Polen in unserer Schule  „Fragt uns, wir sind die Letzten“

Unter diesem Leitspruch organisiert das Maximilian – Kolbe – Werk seit vielen Jahren Besuche von osteuropäischen Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Alle, die zu einem meist 14tägigen Aufenthalt nach Deutschland kommen, sind bereit, in Schulen von ihren Erlebnissen in dieser dunklen Zeit zu berichten.

Am 3. Juni war es auch bei uns wieder soweit und wir konnten zum sechsten Mal eine Gruppe aus Polen begrüßen. Zwei unserer Gäste, Maria Stroinska und Dominika Adamczewska waren schon einmal in unserer Schule, Piotr Dornakowski, seine Schwester Barbara Mrówczynska, Irena Grabarczyk und Ryszard Szabelak kamen zum ersten Mal zu uns. Allen gemeinsam ist, dass sie als Kinder die Gräuel der nationalsozialistischen Herrschaft; in Polen erlebten.

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Maria Stroinska, Irena Grabarczyk, Ryszard Szabelak, Dominika Adamczewska (v.l.) die Geschwister Barbara Mrówczynska und Piotr Dornakowski
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Karolina, eine unserer Schülerinnen, dolmetschte in ihrer Klasse für unsere Gäste.

 

Zwei Stunden verbrachten die Zeitzeugen in unseren 10. Klassen und berichteten, was sie während der deutschen Besatzung in verschiedenen Konzentrationslagern, teils in Polen, aber auch in Deutschland erleben mussten. Für die Schüler ein intensives und berührendes Erlebnis, Geschichtsunterricht so hautnah, wie ihn kein Lehrer leisten kann. Wie groß das Interesse war, zeigten die angespannte Ruhe in den Klassen und die vielen Fragen, die unseren Gästen gestellt wurden.

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Pani Maria
schrieb zum
Schluss eine
Grußkarte für
unsere Schule,
die alle Gäste
unterzeichneten.


Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten, dass sie die Botschaft unserer Gäste verstanden haben. Hier sind einige ihrer Reaktionen, aus denen Respekt und Bewunderung sprechen

„Ich kann den Schmerz der Überlebenden verstehen. Was sie erlebt haben, ist nicht leicht zu vergessen. Ich finde es erstaunlich, dass sie keinen Hass auf die Deutschen haben, obwohl sie misshandelt wurden. Ich habe großen Respekt, denn wenn ich in dieser Lage gewesen wäre, hätte ich mein Leben aufgegeben.“
„Ich fand es sehr beeindruckend, dass die Menschen über ihre Erlebnisse reden können und ich finde es gut, dass sie es uns weitergeben wollen. Es war rührend und traurig. Ich habe mich gewundert, dass sie keinen Hass empfinden, sie sagten, dass unser Land ihnen nichts angetan hätte sondern einzelne Menschen.“
„Ich finde es erschreckend, was die Menschen erlebt haben und bewundere, dass sie; trotzdem in unser Land kommen und mit uns über ihre Erlebnisse reden können.“
„Man fragt sich, wie so etwas passieren konnte. Ich habe richtig Respekt vor den Zeitzeugen, dass sie den Mut haben, darüber zu reden.“
„Ich habe mit den Zeitzeugen mitgefühlt und ich finde es bewundernswert, dass sie es erzäh- len können, andere Menschen könnten das nicht.“

„Ich fand es sehr toll, dass sie ihr Leben wieder in die Hand genommen haben und weiter gelebt habe. Sie haben nicht aufgegeben, obwohl sie kleine Kinder ohne Halt waren.“

„Im Unterricht erfahren wir zu dem Thema eher oberflächliche Dinge. Wenn sie dann erzählen, wie es im KZ und drumherum abgelaufen ist, erschüttert einen das sehr. Die Demütigung, die diese Menschen ertragen mussten, ohne daran kaputt zu gehen, zeigt, wie stark sie sind.“
„Es war sehr ergreifend, erst, wenn man es von Menschen hört, die dabei waren, realisiert man es wirklich. Sicher hätten sie, wenn mehr Zeit gewesen wäre, noch viel mehr erzählen können.“

Am Ende dieser Stunden stand ein alle berührender, überaus herzlicher Abschied. Wir wünschen „unseren“ Zeitzeugen noch eine schöne erlebnisreiche Zeit in Köln und hoffen, dass wir sie alle im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen dürfen.

   
© KHS Großer Griechenmarkt, Köln (E.B.)