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Verschiedenes  

   

grabAllein im letzten Jahr tobten fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit gleichzeitig 45 Kriege und kriegsähnliche Konflikte auf unserem Planeten. Die Zahl der Toten wird auf über 7 Millionen geschätzt. Ein Lied, welches wie kaum ein anderes diesen irrsinnigen Kreislauf besingt,heißt "Sag mir, wo die Blumen sind" und stammt von Pete Seeger.
Hier der deutsche Text, so wie ihn Marlene Dietrich gesungen hat:


Sag' mir, wo die Blumen sind

Sag' mir, wo die Blumen sind; Wo sind sie geblieben?
Sag' mir, wo die Blumen sind! Was ist gescheh'n?
Sag mir, wo die Blumen sind! Mädchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je versteh'n? Wann wird man je versteh'n?

Sag' mir, wo die Mädchen sind;  Wo sind sie geblieben?
Sag' mir, wo die Mädchen sind!  Was ist gescheh'n?
Sag' mir, wo die Mädchen sind!  Männer nahmen sie geschwind.
Wann wird man je versteh'n? Wann wird man je versteh'n?

Sag` mir, wo die Männer sind! Wo sind sie geblieben?
Sag' mir, wo die Männer sind!  Was ist gescheh'n?
Sag' mir, wo die Männer sind!  Zogen aus, zu Kriegsbeginn.
Wann wird man je versteh'n? Wann wird man je versteh'n?

Sag', wo die Soldaten sind;  Wo sind sie geblieben?
Sag', wo die Soldaten sind!  Was ist gescheh'n?
Sag', wo die Soldaten sind!  Über Gräber weht der Wind.
Wann wird man je versteh'n? Wann wird man je versteh'n?

Sag' mir, wo die Gräber sind;  Wo sind sie geblieben?
Sag' mir, wo die Gräber sind!  Was ist gescheh'n?
Sag' mir, wo die Gräber sind!  Blumen weh'n im Sommerwind.
Wann wird man je versteh'n? Wann wird man je versteh'n?

Sag' mir, wo die Blumen sind;  Wo sind sie geblieben?
Sag' mir, wo die Blumen sind!  Was ist gescheh'n?
Sag' mir, wo die Blumen sind!  Mädchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je versteh'n?  Wann wird man je versteh'n?



Hier könnt ihr lesen, was einige Schüler über den Krieg denken:

patrickAngst macht mir, dass der Bush sich so einfach über die UNO hinweg setzt. Obwohl so viele Menschen gegen den Krieg sind, bombt er trotzdem rein. Krieg ist also totaler Mist, weil das Leid immer nur die Armen trifft. Diejenigen, die Geld haben,können weg, aber nicht die Armen! - Ich hoffe, dass der Krieg sehr schnell vorüber ist und dass es nicht so viele Tote und Verletzte gibt.

Patrick (15)


chrisIch finde es nicht gut, dass die Amerikaner den Krieg im Irak begonnen haben, obwohl sich die UNO dagegen entschieden hatte. Jetzt müssen viele unschuldige Menschen unter dem Krieg zwischen Amerika und dem Irak leiden. Ich habe Angst, dass sich die Wut der Iraker auch in unserem Land z.B. in Form von Terroranschlägen auswirkt, obwohl wir gegen den Krieg waren.

Christian (14)

Ich finde, dass es einfach unverantwortlich ist, dass die Amerikaner keinen anderen Ausweg gefunden haben und somit das Leben der Bevölkerung aufs Spiel setzen, ohne dabei genau zu wissen, ob es wirklich die Iraker waren. Es ist einfach nicht verantwortlich, jemanden anzugreifen ohne zu wissen, ob es nicht noch eine andere Möglichkeit gibt, aber der größte Grund ist bestimmt, dass Bush nur die Ölquellen haben möchte.

Sabrina (16)



Im Deutschunterricht der Klasse 9a lasen die Schüler eine Kurzgeschichte von Ernest Hemingway. Sie heißt „Alter Mann an der Brücke“ und spielt im spanischen Bürgerkrieg. Dazu schrieben sie Paralleltexte, in denen sie die Aussagen von Hemingway auf  unsere heutige Zeit übertragen haben. Zwei der eindrucksvollsten Geschichten wollen wir euch nicht vorenthalten:

 

Angst
Ich war dabei, eine kleine Pause zu machen und fand einen Platz, an dem ich mich etwas erholen konnte. Natürlich hatte ich auch den Befehl, die Gegend hier zu überwachen.Ich setzte mich und plötzlich, als ich eine Zigarette anzünden wollte, hörte ich ein Weinen. Ohne Furcht erhob ich meine Waffe und hielt auf die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war.
Ich rief: “Kommen Sie mit erhobenen Händen heraus oder ich bin gezwungen zu schießen.“  Dann, auf einmal, bewegte sich etwas mit langsamen Schritten auf mich zu.
Die Waffe senkte ich, als ich sah, dass es eine Frau mit Baby war, deren Gesicht mit Blut beschmiert war. Ich fragte ruhig: "Wo kommen Sie denn her?“
Sie antwortete mit zitternder Stimme: “ Ich bin aus einem Dorf, das einen halben Tagesmarsch von hier entfernt liegt.“ „Wieso sind Sie denn so weit von Zuhause weg? Was ist mit Ihrer Familie?“ „Doch, ich habe noch zwei Kinder und einen Mann. Ich musste sie zurücklassen, denn als ich mit meinem Baby auf dem Weg zur Stadt war, stürmten Soldaten von allen Seiten in meine Richtung. Voller Angst flüchtete ich hierher!
Das Baby begann wieder zu schreien und ich schaute mich um, ob einer meiner Kollegen in der Nähe war und mich mit der Frau sah. Sie murmelte immer wieder: “Ich war doch nur eine Hausfrau mit Familie“ und versuchte, das Baby zu beruhigen. Sie setzte sich auf den staubigen Boden und schluckte ihre Tränen hinunter. Ich sagte: “Sie können nicht hier bleiben, bitte gehen Sie, ich kann Ihnen nicht helfen.“ Die Frau reagierte nicht und sprach weiter: “Das Kind musste ich mit Kleiderfetzen, die ich Toten abgenommen hatte, vor meinen Bauch binden, damit ich schneller laufen konnte.“ „Bitte, was soll ich jetzt tun?“ sagte ich, “Ich müsste sie festnehmen und kann Ihnen sonst nur einen Verband für Ihr Handgelenk geben.“ Aus der Wunde sickerte Blut und verteilte sich auf ihr zerfetztes Kleid. Das einzige, was sie sagte, war wieder: “Ich war doch nur eine Hausfrau mit Familie“.
Ich drehte mich um, ging langsam auf meinen Posten zurück und hörte sie noch sagen, aber nicht mehr zu mir: “Ich war doch nur eine Hausfrau mit Familie.“Ich habe sie da sitzen lassen und nicht festgenommen, denn ich wollte ihr das einzige Glück, das sie noch haben würde, nicht nehmen, nämlich ihre Freiheit.
(Anastasia Stemmeler)

Junge in der Wüste
Ich sah einen kleinen Jungen mit zerfetzter Kleidung und verschmutztem Gesicht. Er stand ganz allein am Rand der staubigen Wüstenstraße und zitterte am ganzen Körper. In seinem Gesicht sah ich, als ich näher kam, nur Leere.Überall in der Umgebung herrschte Ruhe, es fielen keine Bomben. Als ich bei ihm anhielt, sah er mich ängstlich an.
„Wo kommst du her?“ fragte ich ihn. „Aus Bagdad,“ antworte er mit traurigem Gesicht. Es war wohl sein Heimatort, in dem durch die Bombardements kaum noch etwas stand. „Ich war einer der Letzten, die es noch irgendwie geschafft haben, zu flüchten.“ - „Wo ist denn deine Familie?“ fragte ich weiter. - „Ich war bei meiner Tante in einem Vorort, nur wenige Kilometer von meinem Elternhaus entfernt, als eine Bombe einschlug. Nach der Entwarnung wollte ich meine Familie suchen, doch als ich dort eintraf, war alles in Schutt und Asche gelegt. Sie haben alle getötet,“ stieß er hervor.
Ich fragte:“ Hast du Hunger?“ und er antwortete leise:“ Lieber hätte ich meine Familie zurück als etwas zum Essen.“
Ich hatte großes Mitleid mit dem Jungen. Am liebsten wäre ich sofort nach Hause geflogen, hätte ihn einfach mitgenommen und ihm ein neues Leben geschenkt, doch so einfach war es nicht. Ich drückte ihm ein Brot in die Hand und sagte.“ Geh’ wieder zurück zu deiner Tante, ich kann dir nicht helfen.“
(Natascha Koch)

 


Zum Schluss noch eine erschütternde Zusammenstellung von zwei Schülern aus einer 8. Klasse über die ca. 300.000 Kindersoldaten auf unserer Erde, welche nicht freiwillig in den Krieg ziehen, sondern dazu gezwungen werden!


Die Kindersoldaten


Auf der Erde gibt es ungefähr 300.000 Kindersoldaten. Die meisten von ihnen kämpfen in Ländern in Afrika und Asien.

  • Kolumbien: Kindersoldaten in bewaffneten Oppositionsgruppen (FARC, ELN, andere) und paramilitärischen Verbänden
  • Burma: Kindersoldaten in der Regierungsarmee und bewaffneten Oppositionsgruppen
  • Angola: Kindersoldaten (seit einiger Zeit Nachkriegssituation)
  • Indien: Die Zahl der Kindersoldaten ist unbekannt, Einsatz in Regierungsarmee und zahlreiche Oppositionsgruppen
  • Afghanistan: Die Zahl der Kindersoldaten ist unbekannt, aber ihr Einsatz gilt als wahrscheinlich
  • Philippinen: Einsatz bei Paramilitärs und bewaffneten Oppositionsgruppen
  • Indonesien:  Einsatz als Informanten für Regierungstruppen und in bewaffneten Oppositionsgruppen

 

GRÜNDE, WESHALB KINDER IN DEN KRIEG ZIEHEN

Sehr viele Kindersoldaten wurden aber nie gefragt, ob sie im Krieg mitkämpfen wollen. Sie werden entführt und dazu gezwungen. Die Entführer drohen den Kindern damit, ihrer Familie etwas anzutun, falls sie nicht kämpfen.Andere Kindersoldaten kommen aus sehr armen Familien. Als Kindersoldaten wollen sie Geld verdienen, um ihre Eltern und Geschwister zu ernähren. Die erwachsenen Soldaten versprechen den Kindersoldaten häufig viel Geld. Meistens bekommendie Kinder aber nichts. 

 

 

CHANCEN FÜR DIE ZUKUNFT

Zuerst müssen die Kinder aus den Armeen befreit werden. Dann werden sie in spezielle Kinderheime gebracht. Dort versuchen Hilfsorganisationen den Kinder dabei zu helfen, den Krieg zu vergessen und ein neues Leben anzufangen. Das ist allerdings sehr schwierig. Viele Dinge, die sie im Krieg erlebt haben, sind so schrecklich, dass sie die Erinnerung daran ihr ganzes Leben behalten. Dazu kommt, dass viele Kinder nach dem Krieg viel zu ängstlich sind, um ein normales Leben führen zu können. Sie haben große Angst davor, dass sich jemand an ihnen rächen könnte, gegen den sie im Krieg gekämpft


HILFEN

Das internationale Völkerrecht ist eindeutig: Kindersoldaten sind Opfer schwerster Kriegsverbrechen. Dennoch vertritt das Bundesamt für die Anerkennung politischer Flüchtlinge die Meinung, dass es sich bei ehemaligen Kindersoldaten um Fahnenflüchtige ohne politische Verfolgung handelt. Fluchtgründe wie die Rekrutierung als Minderjähriger oder die Ermordung der Eltern werden nicht als asylrelevant anerkannt. Ehemalige Kindersoldaten haben im deutschen Asylverfahren daher kaum eine Chance. Zuerst müssen die Kinder aus den Armeen befreit werden. Dann werden sie in spezielle Kinderheime gebracht. Dort versuchen Hilfsorganisationen den Kinder dabei zu helfen, den Krieg zu vergessen und ein neues Leben anzufangen. Das ist allerdings sehr schwierig.

Viele Dinge, die sie im Krieg erlebt haben, sind so schrecklich, dass sie die Erinnerung daran ihr ganzes Leben behalten. Dazu kommt, dass viele Kinder nach dem Krieg viel zu ängstlich sind, um ein normales Leben führen zu können. Sie haben große Angst davor, dass sich jemand an ihnen rächen könnte, gegen den sie im Krieg gekämpft haben

 

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